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Dr. med. Ralf Reilmann

Facharzt für Neurologie

Mein Ziel ist es den von der Huntington'schen Krankheit betroffene Patienten und Familien langfristig und Generationen übergreifend für eine optimale Beratung zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig möchte ich allen Betroffenen die Gelegenheit geben, an der Forschung auf dem Wege zu einer kausalen Therapie der Erkrankung aktiv teilzunehmen.

Mein Traum ist es, neurodegenerative Erkrankungen behandelbar zu machen. Die Huntington'sche Krankheit ist eine Modellerkrankung, bei der dies meiner Ansicht nach gelingen könnte. Aufgrund des bekannten autosomal-dominanten Gendefekts ergeben sich viele Ansatzpunkte für die Entwicklung einer ursächlichen, den Krankheitsverlauf bremsenden Therapie. Es gibt einen zuverlässigen Gentest, der es perspektivisch sogar ermöglichen könnte Genträger vor Ausbruch von Symptomen zu behandeln. Zudem stehen immer leistungsfähigere präklinische Modelle zur Verfügung. Mit der Gründung des "George-Huntington-Instituts" (GHI) ist der Grundstein dafür gelegt, dass die Betreuung von Huntington Patienten und Familien sowie die Forschung am Standort Münster nachhaltig dynamisch weiterentwickelt werden können.

Mit ca. 500 Teilnehmern hat der Standort Münster die mit Abstand größte deutsche Kohorte in der REGISTRY Observationsstudie des Europäischen Huntington’s Disease Netzwerks (EHDN – www.euro-hd.net) betreut. Das GHI arbeitet international vernetzt und wird in viele klinische und präklinische Projekte aktiv involviert sein. Als gewähltes Mitglied des Exekutivkomitees des EHDN und Leiter der Arbeitsgruppen “Neuroprotektive Therapie” sowie Mitglied der "Clinical Trials Task Force", und in der Rolle des "Global Coordinating Principle Investigator" war und bin ich in Planung und Durchführung mehrerer multizentrischer randomisierter klinischer Studien beteiligt. Ferner leite ich die Arbeitsgruppe “Motorischer Phänotyp" des EHDN. Mit Unterstützung der CHDI-Foundation habe ich die "EHDN UHDRS-TMS (Unified Huntington's Disease Rating Scale - Total Motor Score) online Zertifizierung" entwickelt. Diese ist als weltweit anerkanntes Modul für Training und Qualitätskontrolle klinischer Studien im Huntington Bereich fest etabliert.

Mein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung neuer objektiver und quantitativer motorischer Endpunkte für klinische Studien (“Q-Motor”). Q-Motor Techniken wurden seit mehreren Jahren erfolgreich in internationalen Biomarkerstudien, z.B. TRACK-HD (www.track-hd.net) und PREDICT-HD (www.predict-hd.net) entwickelt. Q-Motor Systeme sind für viele Kollaborationen weltweit in mehreren Duzend Exzelenzzentren für Bewegungsstörungen etabliert. Sie werden bereits in Phase I and II Studien im Huntington und Parkinson Bereich eingesetzt. Aktuell laufende Studien untersuchen die Anwendbarkeit von Q-Motor Endpunkten bei z.B. Multipler Sklerose, Amyotrophischer Lateralsklerose, Alzheimer'scher Erkrankung, Myasthenie, Dystonien, und Prionenerkrankungens. Ein zweiter Forschungsschwerpunkt hat die Charakterisierung transgener Huntington Großtiermodelle für die translationale Evaluation neuer therapeutischer Ansätze zum Ziel.

Meine klinische und wissenschaftliche Weiterbildung habe ich an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Columbia University (New York City) absolviert. Studiert habe ich in Münster, Paris, London, und New York. Meine Arbeit wurde gefördert u.a. durch die "High-Q-Foundation/CHDI Foundation" (www.chdifoundation.org), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de), das Projekt "Innovative Medizinische Forschung" der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die Europäische Union und die Studienstiftung des Deutschen Volkes (www.studienstiftung.de).

Medline gelistete Publikationen finden Sie hier.

 

CV - Kurzform

seit 2013 

Direktor und Gründer - George-Huntington-Institut Münster

 Mai 2013

Einreichung der Habilitationsschrift mit dem Thema: "Quantitative Motor Assessments - Novel Endpoints for Clinical Trials in premanifest and symptomatic Huntington's Disease" (kumulative Habilitationsschrift basierend auf 14 Publikationen - Publikationsverzeichnis mit insgesamt 252 Impact Faktoren) - Status: in Bearbeitung bei der Medizinischen Fakultät der WWU

seit 2007

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Facharzt für Neurolgie, Klinik für Allgemeine Neurologie, Universitätsklinikum Münster (Direktor: seit 2013: Univ.-Prof. Dr. med. Heinz Wiendl / bis 2013: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. E. Bernd Ringelstein, FAHA)

2005-2006

Weiterbildungsassistent, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Volker Arolt)

2001-2005

Weiterbildungsassistent, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. E. Bernd Ringelstein, FAHA)

1997-2001

Postdoctoral Research Fellow, Forschungsstipendium der DFG, Columbia University, New York, USA

1996-1997

Arzt im Praktikum, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. E. Bernd Ringelstein, FAHA)

1997

Dissertation: "Huntington's disease: changes in the metabolism of neuroexcitatory amino acids"; Note: "summa cum laude", Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. E. Bernd Ringelstein, FAHA)

1988-1995

Studium der Humanmedizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Auslandsstudien in England (London), USA (New York) und Frankreich (Paris) und Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes